28.01.2012




„Ganz einfaches Spiel“ für SG Wift

Neumünsters Handball-Oberligist tritt heute Abend beim Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt II an / Niederlage wäre kein Beinbruch

Neumünster

Auf in den hohen Norden der Republik machen sich heute die Männer des Handball-Oberligisten SG Wittorf/FTN. Um 19.30 Uhr steigt in der Wikinghalle zu Handewitt das Punktspiel zwischen dem aktuellen Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt II und dem Tabellensechsten aus Neumünster.

„Das wird ein ganz einfaches Spiel“, verkündet Wift-Trainer Ralph Jürgensen – allerdings nicht in der Annahme, sein Team trete dort als klarer Favorit an, sondern genau aus dem gegenteiligen Grund. „Niemand erwartet doch von uns, dass wir Flensburg-Handewitt II schlagen werden. Also können wir ganz befreit aufspielen“, erklärt Jürgensen, der die Bundesligareserve ohnehin für die beste Mannschaft in der Liga hält, zumal sie ganz souverän von der Tabellenspitze grüßt. „Aber wir fahren dort ja nicht nur hin, um uns die Förde anzusehen. Bei uns muss nur alles passen: eine gute Torhüterleistung, ein cleverer Angriff und eine starke Abwehr.


Steht der SG Wift derzeit wegen eines Mittelhandbruchs nicht zur Verfügung: Oliver Klenz (am Ball), hier in einem Spiel gegen Schülp/Westerrönfeld mit Ronny Hohnsbehn (Nr. 4) und Dennis Schrader.
Foto: Sell


Wenn das alles zusammenkommt, muss man uns erst einmal schlagen“, weiß Jürgensen. Die Wittorfer „Bären“ haben zwar im vergangenen Spiel gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld mit ihrem 35:31-Heimsieg schon einmal vorgemacht, wie so etwas aussehen könnte, aber der Gastgeber ist ein anderes Kaliber als Schülp/Westerrönfeld und strebt heute den achten Sieg in Folge an. Die bislang letzte Niederlage der Flensburger gab es am 6. November des Vorjahres (37:38 beim HSV Handball II). Der Absteiger aus der 3. Liga befindet sich mit 26:4 Punkten auf einem guten Weg Richtung Wiederaufstieg.

Mit dem Thema „Aufstieg“ beschäftigt sich bei der SG Wittorf/FTN niemand. Aber mit dem Erreichen des sechsten Platzes und 14:16 Punkten stehen die „Bären“ im Moment recht gut da, brauchen sich auch nicht mit dem Abstieg zu sehr zu beschäftigen, behalten diese Thematik aber wohlweislich im Hinterkopf. Wie schnell der Fahrstuhl nach unten rauschen kann, das haben die Wittorfer in der Hinrunde schließlich am eigenen Leib erfahren. „Eine Niederlage in Handewitt wäre jetzt zwar kein Beinbruch, aber ich will, dass meine Jungs vernünftig Handball spielen. Das ist das Entscheidende“, fordert der Wift-Coach Mut zur eigenen Courage. Im Hinspiel waren die Neumünsteraner dem Flensburger Juniorenteam nach einem starken Anfang mit 29:36 unterlegen.

Im Team der SG Flensburg-Handewitt II feiert der älteste Spieler Daniel Finkenstein im Sommer seinen 25. Geburtstag, alle anderen Aktiven sind jünger. Der Spitzenreiter steht für Tempohandball, dies musste auch schon die SG Wift im Hinspiel feststellen. Doch dies macht niemanden bange. „Wie gesagt: Für uns wird es ein einfaches Spiel“, betont Jürgensen noch einmal.

Es fehlen: Trede (Kreuzbandriss), Klenz (Mittelhandbruch), Förster (starke Erkältung).
Ferner spielen: SG Hamburg-Nord – Hohn/Elsdorf (heute, 16 Uhr/Hinspiel 32:30); Schülp/Westerrönfeld – THW Kiel II (heute, 16.45 Uhr/36:33); Schwartau II – Ellerbek (heute, 17.30 Uhr/28:27); Dithmarschen LH – Hürup (heute, 19 Uhr/40:30); St. Pauli – Alt Duvenstedt (heute, 19.30 Uhr/30:31); HSV II – Herzhorn (morgen, 17 Uhr/33:33).

Ilona Koopmann